Joinville/Brasilien
Einwohner: 520.905
Lage: größte Stadt des südbrasilianischen Bundesstaates Santa Catarina. Insbesondere durch Reisen des Blasorchesters Langenhagen und viele private Besuche seit 1974 sind die freundschaftlichen Beziehungen zu Joinville entstanden. Am 20.11.1979 wurde dann die freundschaftliche Verbundenheit mit der Anerkennung als „Schwesterstadt“ besiegelt.

Höhepunkte am laufenden Band

 
 

Sie hatten die längste Anreise: Die vier Musiker des vorzüglichen Gitarrenquartetts aus dem brasilianischen Joinville.
Sie hatten die längste Anreise: Die vier Musiker des vorzüglichen Gitarrenquartetts aus dem brasilianischen Joinville. (Foto: K. Raap)
 

Grandioses Festival mit 130 Teilnehmern aus acht Musikschulen

Langenhagen (kr). Ein furioses Finale im Theatersaal setzte den spektakulären Schlusspunkt beim 7. Internationalen Musikschul-Treffen. 130 Musiker aus acht Nationen präsentierten sich Pfingstsonntag mit hochklassigen Leistungen und demonstrierten mit leichter Hand ein tolles Gefühl von internationaler Zusammengehörigkeit. Bereits einen Tag zuvor hatten sich 130 Musiker aus acht befreundeten Musikschulen eindrucksvoll im Rathaus-Innenhof, im Ratssaal und im City-Center vorgestellt. Aus dem österreichischen Stadl-Paura kam das witzige Ensemble TschaiBiBi@R Drummers“. Das variationsreiche „Kammerorchester Godolci“ vertrat die Partnerstadt Novo Mesto. Hoch her ging es beim Auftritt des „Kulturensembles Semberija“ aus Bosien mit temperamentvollen Tanz- und Gesangseinlagen. Ausgesprochen junge Musikanten bestimmten die Leistungen im Talentstudio der polnischen Stadt Glogow. Acht Posaunisten aus dem französischen Le Trait demonstrierten die Vielfalt der Möglichkeiten ihrer Instrumente. Als weitgereistetes Team stellte sich die Gruppe „Sambaqui“ aus dem brasilianischen Joinville mit filigranen Klängen vor. Großer Beifall auch für das bestens aufgestellte Kammerorchester aus dem deutschen Rodewisch. 22 Schüler aus dem englischen Southwork bestimmten den frischen Sound der „Kingsdale Senior Steel Band.“ Hinzu kam im Programm ein gemischtes Hornensemble aus Stadl Paura und Langenhagen mit anspruchsvollen Kompositionen. Zum Auftakt hatte es vom Dach des CCL zünftige Fanfaren gegeben, die das große musikalische Ereignis ankündigten.
Bürgermeister Mirko Heuer zeigte sich begeistert von dem Musikschultreffen. Sein besonderer Dank galt Musikschulleiter Manfred Unger, seinem Vertreter Stefan Polzer und dem gesamten Team für die Super-Organisation eines tollen Festivals. Ein wenig unter ging in dem rasanten zweitägigen Geschehen das 40-jährige Jubiläum der Musikschule Langenhagen. Doch das war diesmal von Manfred Unger so gewollt. Dazu einige Zahlen eines ganz normalen Arbeitsjahres: Das Jahr 2017 beinhaltete rund 40 Veranstaltungen neben den obligatorischen Unterrichtsstunden und Proben. 224 Mal waren Lehrkräfte mit 1362 Schülern und Schülerinnen in der Öffentlichkeit musikalisch tätig. Gut 20.000 Zuhörer wurden mit den Veranstaltungen erreicht. Zu den Höhepunkten zählten das Neujahrskonzert für die Bürgerstiftung , die Wettbewerbe für „Jugend musiziert“, die Musikfreizeit auf Föhr für 140 Kinder und Jugendliche und natürlich der Tag der offenen Tür, der seit 40 Jahren regelmäßig stattfindet, sowie die repräsentativen Frühlings- und Herbstkonzerte. Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte der Musikschule Ende 1977, als der Rat der Stadt Langenhagen mit Wirkung zum 1. Januar 1978 einstimmig die Gründung einer städtischen Musikschule beschlossen hatte. Damit wurden alle bis dahin bestehenden im Rahmen der Volkshochschule geführten Jugendmusikkurse in die neue Institution integriert. Was noch von den Initiatoren Horst Kaudelka und Dietrich Schmolling mit bescheidenen Mitteln angeschoben worden war, musste sehr schnell wegen der ständig steigenden Schülerzahlen professionalisiert werden. Nach den ersten Leitern Wolfgang Streblow und Horst-Hans Bäcker übernahm Manfred Unger im Jahr 1999 die Leitung dieser wichtigen kommunalen Einrichtung. Im nächsten Jahr feiert er somit sein 20. Jubiläum als Musikschulchef. Als Gründungsmitglied ist der ausgebildete Saxophon- und Klarinettenlehrer im Jubiläumsjahr übrigens schon 40 Jahre mit von der Partie. Ein besonders effektiver Schritt in der Entwicklung der Musikschule war damals die Inbetriebnahme des restaurierten historischen Walderseehauses am Langenforther Platz als erstes eigenes Domizil.

Eine Freundschaft seit 40 Jahren

 
Beim Treffen im Langenhagener Rathaus (von links): Waltraud Krückeberg, Willi Minne, Regina Colin, Ernst Müller und Roman Sickau.
Beim Treffen im Langenhagener Rathaus (von links): Waltraud Krückeberg, Willi Minne, Regina Colin, Ernst Müller und Roman Sickau. (Foto: K. Raap)
 

Regina Colin aus Joinville besuchte Ernst Müller

Langenhagen (kr). Diese Freundschaft hält bereits seit 40 Jahren: Seit 1976 kennen sich Regina Colin aus dem brasilianischen Joinville und der Langenhagener Ernst Müller. Der Kontakt zwischen den beiden hatte seinen Ursprung in der ersten Brasilien-Reise des Blasorchesters der Stadt Langenhagen, auf der er auch Joinville besucht wurde. Dass es gerade diese nicht sonderlich bekannte Stadt war, wurde ermöglicht durch eine Einladung von Dieter Schmidt. Dieser brasilianische Unternehmer hatte Ernst Müller bei einem Konzert auf dem Roten Platz in Moskau gehört und dann bei dem zufällig zeitgleichen Rückflug spontan in seine Heimatstadt eingeladen. Daraus resultierte die erste Brasilien-Tournee. Zwei Jahre später, bei der zweiten Reise, lernte Ernst Müller Regina Colin kennen, die sich damals ehrenamtlich maßgeblich um die Städte-Partnerschaften Joinvilles kümmerte. Aus den ersten mehr organisatorischen Kontakten entwickelte sich schnell eine echte Freundschaft. So kann Ernst Müller inzwischen auf zehn Brasilien-Reisen zurückblicken, immer verbunden mit Abstechern nach Joinville. Regina Colin bezeichnete sich immer gern als eine Art Generalunternehmer ihres Freundes Ernst Müller. Sie organisierte attraktive Auftritts-Möglichkeiten in großen Sälen und Kathedralen, vermittelte private Unterkünfte und Reisebusse und kurbelte die Plakatwerbung an. Darüber hinaus agierte sie als Dolmetscherin, Moderatorin und Pressereferentin. Langenhagen besuchte sie jetzt zum 17. Mal. Zu Gast war und ist sie regelmäßig bei der inzwischen verstorbenen Gertrud Ostermann und später bei deren Tochter Petra.
Mit dem im Jahr 1979 geschlossenen Freundschaftsvertrag zwischen Joinville und Langenhagen ist der Name Regina Colin eng verbunden. Maßgeblich beteiligt waren die damaligen Bürgermeister Luiz Enrique da Silveira und Walter Bettges mit ihren gegenseitigen Besuchen. Auch die ehemalige Bürgermeisterin Waltraud Krückeberg und die beiden früheren inzwischen verstorbenen Stadtdirektoren Karl-Heinz Brandt und Klaus Rosenzweig hatten viele schöne Erinnerungen an Brasilien. Regina Colin machte sich stets dafür stark, die freundschaftlichen Beziehungen trotz der großen Entfernung zwischen den beiden Städten mit Leben zu erfüllen. So entstanden unter anderem Schüleraustausch-Aktionen und Besuche von bildenden Künstlern und Musikern, beispielsweise bei den internationalen Musikschultreffen in Langenhagen. Zu Besuch in Joinville waren auch die „Zellerie Brüder“ und die „Harmony Brothers“. Für ihre engagierte Arbeit wurde Regina Colin im vergangenen Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Bei ihrem aktuellen Besuch in der Flughafenstadt wurde Regina Colin jetzt vom stellvertretenden Bürgermeister Willi Minne und Bürgermeisterreferent Roman Sickau offiziell begrüßt. 50 Tage lang war Regina Colin in Deutschland unterwegs, um Freunde zu besuchen, drei Wochen davon in Langenhagen. Am Sonntagabend ging es zurück in ihre Heimatstadt. Ernst Müller verabschiedete sie zuvor mit seinen Langenhagener Symphonikern beim Konzert vor dem Opernhaus innerhalb des traditionellen Schorsenbummels mit brasilianischen Klängen.

 

Regina Colin aus Joinville und Waltraud Krückeberg zu Gast im neuen SFL-Heim

IMG_7935 IMG_7932 IMG_7937Regina Colin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

http://www.extra-verlag.de/langenhagen/lokales/eine-freundschaft-seit-40-jahren-d60251.html

Joinville

Burghard Lüers, unser SFL Beiratsmitglied zuständig für Joinville, wurde geschäftlich zu einem Vortrag vor dem Brasilianischen Wirtschaftsverband nach Joinville eingeladen. Hierbei ergab sich die Gelegenheit zu einem kurzen städtefreundschaftlichen Austausch mit dem Bürgermeister von Joinville Udo Döhler und seiner Sekretärin Romy Dunzinger. Es konnten bereits Fragen erörtert werden, wie die Freundschaft neuen Schwung erhalten kann.

 

Prefeito Udo Döhler participa do encerramento do 33º Encontro Brasil Alemanha
Von links Burghard Lüers, Bürgermeister Joinville Udo Burghard Lueers mit Sekretaerin Joinville Romy DunzingerDöhler, Präsident der FIESC Glauco Jose‘ Corte, Bild rechts: Burghard Lüers mit der Sekretärin des Bürgermeisters Joinville Romy Dunzinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

April 2015 Eine Wirtschaftsdelegation und Mitarbeiter der Verwaltung in Langenhagen zu Gast. Empfang und Gespräche mit 1. stv. BM Minne und Vertretern des Wirtschaftsklubs.

 

Bilder von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Regina Colin

905928_1588966354681388_5922621970468990750_o 10443239_1588966308014726_4679317811953961626_o 10551678_1588966098014747_9119471761757281767_o 10658909_1588966104681413_3754878223284433558_o 10842307_1588966194681404_5677049991711989887_o 11096610_1588966178014739_7210738913235898927_o 11009127_1588966244681399_1591698047110198262_o

 

Dieses ist die Antwort auf den Brief an Joinville zur Gründung des SFLangenhagen

Betreff: Sister Cities relationship

Dear Mr. Huelsmann,

Thank you so much for your information and congratulations on the foundation of SFLev!

We are very happy to know that there is now a sister cities committee – similar to the one we have here in Joinville – that will take care of all activities and events related to our cities and their friendly relationship.

Best regards from a rainy Joinville

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.